KITESURFEN


11 FRAGEN AN DEN AMTIERENDEN 

DEUTSCHEN MEISTER 

LINUS ERDMANN


„Ich habe vom ersten Tag an gewusst, dass Kiten für mich der richtige Sport ist“.


Profikiter Linus Erdmann (23) aus Hamburg stand mit neun Jahren das erste Mal auf einem Kitebord. Heute ist er fünffacher deutscher Meister und gibt sein Wissen an den schönsten Spots der Welt mit viel Passion an die KiteWorldWide-Kunden weiter.   



1. Du und das Kiten – die Geschichte dahinter?

Ich bin durch meinen Vater mit neun Jahren zum Kitesurfen gekommen. Mit ihm war ich

viel in der Welt unterwegs und habe früh mit Boardsportarten wie Skateboarden, Wakeboar-den und Snowboarden angefangen. Ich habe vom ersten Tag an gewusst, dass Kiten für mich der richtige Sport ist. Kiten verbindet die Elemente Natur, Action und Entspannung einfach auf perfekte Weise. Mit elf Jahren fuhr ich meine ersten Wettkämpfe und kurz darauf kam mein erster Titel als Junior Deutscher Meister im Freestyle. Bis heute hat sich an meiner Liebe zum Kiten nichts geändert. Ich befasse mich in meinem Leben täglich mit Sport, vor allem Kitesurfen und Dingen, die mir Spaß machen. Inzwischen habe ich mir den 5. Titel als Deutscher Meister gesichert. Mit meinem Sponsor KiteWorld Wide darf die meiste Zeit des Jahres im Ausland verbringen und so kann bei besten Bedingungen für kommende Wettkämpfe trainieren. Um den Alltag nicht einseitig zu gestalten, beschäftige ich mich viel mit Fotografie und Videoproduktion unter anderem für den KiteWorldWide-Blog. Ich liebe es, wenn Menschen kiten lernen wollen und gebe gerne Tipps in meinen VIP Coachings.  

 

2. Was macht für dich die Faszination Kiten aus? 

Was ich immer wieder klasse finde: Es braucht wirklich nicht viel fürs Kitesurfen. Einfach nur vom Wind getragen hat man die Möglichkeit, auf dem Wasser weite Strecken zurück zu legen, wunderschöne Landschaften zu entdecken und ganz individuell sein Ding zu machen. Für einen Freigeist wie mich ist das genau das Richtige! 

Das Meer und seine Kraft faszinieren mich jeden Tag aufs Neue und geben mir eine große innere Ruhe - selbst wenn der Alltag mal stressig ist. Jeder Ort ist anders und immer sind die Bedingungen etwas Besonderes. Ich könnte den ganzen Tag in den Naturgewalten verbringen und hätte nie das Gefühl etwas zu verpassen. Eher im Gegenteil! 

 

3. Wie hat sich der Kitesport in den vergangenen fünf Jahren verändert?

Kitesurfen hat seinen Anfang um die Jahrtausendwende. Es wurde in den letzten knapp 20 Jahren geprägt von ehemaligen Wassersportlern, die immer auf der Suche nach noch effizienteren Sportgeräten waren. So sind sie vom Surfen, übers Windsurfen zum Kitesurfen gekommen. Diese Kombination aus den vielen Elementen bereits vorhandener Sportarten ist der Ursprung des Kitens. Anfangs war das Material in einem eher experimentellen Stadium und für die Masse noch nicht tauglich. Die ersten Kiter gingen ein ziemlich großes Risiko auf dem Wasser ein. Seit damals haben sich die Sicherheitssysteme wesentlich verbessert. Auch das  Material,   die  Formen für Boards und Kites sind sehr viel sicherer, ausgereifter und heute fast kinderleicht zu handhaben. Und natürlich spielt auch das "Drum Herum" eine Rolle. Jedes Jahr werden neue Spots

erschlossen und das Wissen über den Sport und das Material schreitet mit jeder neuen Erfindung und Verbesserung voran.

4.  Wie einfach ist Kiten zu erlernen und wie lange braucht ein Anfänger dafür?

Die einfache Handhabung und simple Funktionsweise des Kites machen den Lernprozess etwa im Vergleich zum Windsurfen sehr einfach.

Mit Grundkenntnissen in anderen Boardsportarten geht es noch leichter. Dennoch sollte man einige Tage Zeit mitbringen um sich in allen nötigen Punkten rund um die Themen Sicherheit und Funktionsweise schulen zu lassen und ausreichend praktische Erfahrung zu sammeln.  So  muss  man beim nächsten Mal nicht wieder von vorn beginnen.

Ideal ist natürlich  ein  Kite-Urlaub.  Hier ist man sowieso schon in einer entspannten Grundstimmung und hat ein bis zwei Wochen Zeit, dass Kitesurfen zu lernen.

Die körperlichen und die kognitiven Fähigkeiten sowie das Umsetzen des Gelernten entscheiden, wie schnell man sicher auf dem Brett steht und in alle Richtungen fahren kann.

Für einige Wenige mit guten Vorkenntnissen und täglich vielen Stunden auf dem Wasser reichen drei Tage.

Die meisten Anfänger können nach ein bis zwei Wochen sicher den Kite kontrollieren und einige Meter auf dem Brett zurücklegen.